Theater startet neu

Zurück in den Vor-Pandemie-Modus: Unter dieses Motto stellte Bühnenleiter Torsten Lange seinen Bericht bei der Jahreshauptversammlung am 10. Mai. Die „Plattdüütschen“ litten in den vergangenen zwei Jahren unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie: Proben mussten abgebrochen, Stücke abgesetzt werden. Auch finanziell waren die Jahre ohne Aufführungen und ohne Einnahmen belastend für den Verein, der rund 100 Mitglieder zählt.

Doch Bühnenleiter Lange und sein Team zeigten sich optimistisch: Der Vorstand habe Förderungen und Spenden einwerben können, um nicht im zweiten Jahr in Folge ein Defizit im Kassenbericht zu haben.

Einen Neustart habe es mit der Jugendgruppe TUSCULUM unter der neuen Leiterin Katja Kramer gegeben. Im Juni geht es für die Jugendlichen auf die Bühne: Sie zeigen die Boulevardkomödie „Verstaht Se Bahnhoff?“ – Karten können bereits über die Homepage der Bühne gebucht oder in den lokalen Vorverkaufsstellen erworben werden.

Im Juli beginnen die Plattdüütschen mit dem Eintauchen in die 70er Jahre: Regisseur Philip Lüsebrink kommt aus Hamburg mit der Musikrevue „Ein Festival der Liebe“. Das Stück soll im Oktober Premiere feiern – „wir planen pandemiefrei“, ist Lange optimistisch. Bereits die 50er-Jahre Revue „Wi sünd woller wer“ von Lüsebrink war ein großer Erfolg bei den Nordenhamern – daran wollen die Plattdüütschen anknüpfen.

Im Frühjahr 2023 soll das Stück „De Floot“ nachgeholt werden. Die Inszenierung behandelt die Sturmflut von 1962 und sollte in diesem Februar 60 Jahre nach dem historischen Ereignis aufgeführt werden.

Die Niederdeutsche Bühne bleibt weiter unter der Leitung von Torsten Lange: Der 41-Jährige wurde von den Mitgliedern einstimmig wiedergewählt. Seine Vertreterin ist Jane Kleidon, die die Wahlen zum Vorstand leitete. Kassenwart bleibt Nick Schröder, Pressewart ist Lasse Kramer, Spielleiterin Melissa Hattermann. Als Beisitzerin wurde Irene Warnke wiedergewählt. Neue Jugendvertreterin im Vorstand ist Melanie Müller.

Zum Abschluss der Versammlung ehrte Lange die beiden Sürwürder Irene und Rolf Warnke für zehnjährige Bühnenmitgliedschaft. Aktiv sind die beiden schon deutlich länger – und das bis heute. Irene Warnke ist Chefin des Festausschusses, ihr Mann Rolf einer der aktivsten Schauspieler, der nicht nur im Regietheater mitspielt, sondern auch an den neuen Theaterformen wie „De Floot“ mitwirkt.

Verstaht Se Bahnhoff?

Juni 2022

Bahnhofskomödie

inszeniert und gespielt von TUSCULUM – Jugendgruppe der Niederdeutschen Bühne Nordenham

Ein Stück vom Literaturkurs der Stufe Q1 des Städt. Meerbusch-Gymnasiums unter der Leitung von Peter Reul (erschienen im Deutschen Theaterverlag)
Plattdeutsche Übersetzung: Heino Buerhoop, Brake
Regie: Katja Kramer

Bahnhofskomödie, in der sich die unterschiedlichsten Charaktere, Ankommende und Abfahrende, Fremde und Freunde, Gauner und Globetrotter treffen, verfehlen, streiten und ineinander verlieben – wie im richtigen Leben eben. Ein Koffer mit Geld wechselt in dieser turbulenten Komödie mehrmals den Besitzer, bis nach vielen Verwechslungen und Missverständnissen am Ende  alle Bahnhof verstehen.

Premiere: Freitag, 10. Juni 2022, 19 Uhr

Weitere Termine:
16. Juni, 19 Uhr
17. Juni, 19 Uhr
18. Juni, 19 Uhr

Karten gibt es demnächst bei reservix.de – einfach hier klicken
oder bei den Vorverkaufsstellen, u.a. NMT Nordenham am Marktplatz, Tourismus-Service Butjadingen, Brake, Elsfleth

Auf der Bühne seht ihr:   

– Kyra Eilers                                                   

– Alexander Kuntze                                    

– Lisa Lauschner                                              

– Melanie Müller                                           

– Bettina Müller                                                

– Marlen Müller

– Inessa Ostendorp

– Eske Seyfarth

– Maja-Lena Endom

– Sena Atis

– Jacqueline Hofer

Hinter der Bühne wirken mit:

Katja Kramer (Regie, Jugendgruppenleitung)

Vanessa Harfst                    Kim Schäfer

Petra Wilkens                      Rabea Friedrichs

Chris von Münster             Lasse Kramer

Heiko Cordes                       Werner Scholz

Georg Modersitzki            Marius-P. Gericke

Ricarda Ratschke

NORA

2021

Schauspiel nach Henrik Ibsen
Regie: Leon Nungesser

Premiere: Aufgrund der aktuellen Pandemie noch keine Terminplanung

Nora bricht aus ihrer Rolle aus – trotz aller gesellschaftlichen Zwänge. Frauenrechte, soziale Probleme, ungleiche Chancenverteilung – all das sind Themen des Schauspiels von Henrik Ibsen, das zu seiner Zeit als Skandal eingestuft wurde und noch heute der Gesellschaft Fragen stellt. Diesen fragen stellt sich unser junges Ensemble.

FRÜHLINGS ERWACHEN

Eine Kindertragödie nach Frank Wedekind
Teilweise auf Plattdeutsch – Übersetzung: Heino Buerhoop

September 2019

Inszenierung der Jugendtheatergruppe TUSCULUM

Regie: Leon Nungesser

Premiere: 6. September 2019, 19 Uhr

weitere Spieltermine:
Montag, 09.09. – 19.30 Uhr (nur noch Abendkasse)
Dienstag, 10.09. – 19.30 Uhr (nur noch Abendkasse)
Donnerstag, 12.09. – 19.30 Uhr
Sonnabend, 14.09. – 19.30 Uhr

Kartenvorverkauf:
Bücher von Bestenbostel
Marktpassage 2
26954 Nordenham
Kartenpreis: 5 Euro freie Sitzplatzwahl

Inhalt:

„Die Jugendliebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

– Sokrates
(griechischer Philosoph, *um 469 v.Chr, † 399 v.Chr)


Die von Frank Wedekind 1891 publizierte, selbsternannte Kindertragödie „Frühlings Erwachen“ wird heute in vielen Theaterinstitutionen auch als Musical gezeigt und sei zeitlos. Ist die Jugend wie einst der Philosoph Sokrates sie beschreibt wirklich so? Oder ist das Gehirn im Jugendalter einfach nur eine harmlose Großbaustelle, deren Baustrahler ab und zu den falschen Weg weisen? Ist „FrühlingsErwachen“ eine Abwandlung des Sprichworts „BösesErwachen“? Ist von Schrecken die Rede, wenn der Junge im feuchten Traum seinen ersten Samenerguss erleidet? Ist die Neugier nach sexueller Befriedigung stärker als die Vernunft? Nebenall den Gedanken rückt die Schule in weite Ferne, wird die Freundschaft auf eine Probe gestellt und die Eltern tyrannisieren ihre Kinder.

Mit dieser Inszenierung wird der Gesellschaft ein Spiegel vorgehalten und nur sie selbst bestimmt, wen sie darin (wieder)erkennt.

Mitwirkende:

  • Auf der Bühne stehen: Katja Kramer, Lasse Kramer, Melanie Müller, Bettina Müller, Luca Tom Goltz, Luca Priebe, Eske Seyfarth, Lisa Lauschner, Malte Wallrath, Tineke Memenga, Alexander Kuntze, Daniel Gepting, Eric Stöver, Kevin Heimbucher und Kyra Eilers
  • Regie/ Szenografie: Leon Nungesser
  • Regieassistenz: Vanessa Harfst
  • Souffleuse: Kijana Kühn
  • Technik: Maiko Pump
  • Plattpatin: Ulli Schumann
  • Bühnenbau: George Modersitzki, Werner Scholz, Heiko Cordes, Karl-Heinz Winter
  • Maske: Rabea Friedrichs


DE PHYSIKER

April 2018

Komödie von Friedrich Dürrenmatt   |   Plattdeutsch von Heino Buerhoop

Premiere: Do, 19. April 2018, 19 Uhr

Regie: Leon Nungesser

 

 

 

Inhalt:
Was passiert, wenn drei Physiker in einem Sanatorium sitzen? – Richtig! Es herrscht alles andere als Ordnung:

Physiker Möbius möchte keineswegs, dass die Weltformel, die die Vernichtung der Menschheit zufolge hat, an die Öffentlichkeit gerät und lässt sich einweisen. Ein anderer Physiker hält sich für Einstein und ist irre. Der Dritte im Bunde denkt, er sei Newton, behauptet aber Einstein zu sein und die Irrenärztin weiß wer hier wie tickt. Die Ticks sind gravierend, die Folgen unermesslich. Was geschieht, wenn die Weltformel in falsche Hände gerät? Verkümmert oder gedeiht die Menschheit an der modernen Wissenschaft? Die Krankenschwestern: Gutmenschen ihrer Zeiten; opfern sie ihre Leben für die Physiker?
Und überhaupt:
Wer ist hier wirklich irre?

Foto: Anna-Lena Krüger

Weitere Termine:

Freitag, 20. April – 19 Uhr
Sonnabend, 28. April – 19 Uhr

Termine für Schulaufführungen: 23. April, 25. April, 26. April


Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf bei der Buchhandlung von Bestenbostel in Nordenham,  Marktstraße 2, 26954 Nordenham, Tel.: 04731 – 923040.
Anmeldungen für Schulbesuche: lange@ndb-nordenham.de

Eintrittspreis: 4 Euro

 

 

 


Aufführungsrechte bei Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin