Udo Kollstede

Udo Kollstede wurde in Oppeln (Oberschlesien) geboren. Die Kriegswirren brachten ihn über Oschersleben an der Bode und Collstede nach Varel. Auf dem elterlichen Pachthof in Collstede war er an der richtigen Quelle, die niederdeutsche Sprache von der Pike an zu lernen. Beruflich hat er Landwirt, Werkzeugmacher und Ausbilder gelernt, und zur Zeit ist Udo Rentner. 1962 zog er nach Varel und kam auf Anraten eines Arbeitskollegen, der schon zur NDB-Varel e.V. gehörte, zum Bühnenbau. Eines Tages, eine Sprechrolle mußte besetzt werden, wurde aus Udo – dem Bühnenbauer auch ein Schauspieler. Die Stücke in denen er sein Können zeigte, um nur einige von seinen ca. 50 Rollen zu nennen: den Hinni in „Van Müüs un Minschen“, der Vater in „Schult“, der Polizist in „Minsch sien mut de Minsch“ oder der Richter Adam (sogar mit echter Glatze) in „Schörengericht“. Auch am Gewinn des „Willy-Beutz-Schauspielpreises“, 1983 und 1993 für die NDB-Varel e.V., „Een Handvull Minsch“ und „Belinda“ war er beteiligt. Desweiteren an Freilichtaufführungen in Dornum „Quade Folke“, Westerstede „De Brut von Fiekensolt“, Jever „Die Bettler Oper“, Neuenburg „Elisabeth von Ungnad“ und in Dangast „Der Schimmelreiter und Der Deicher“ konnte man ihn sehen. Mit Lehrgängen des Bühnenbundes erweiterte er sein Wissen um die Schauspielkunst und die Theaterleitung. So wurde aus dem Schauspieler auch ein Regisseur.