Inge Debelts

Inge Debelts wurde 1932 in Stollhamm geboren, ist mit Bodo verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn. Ab 1967 stand Inge dann als Mitglied der NDB Waterkant viele Male auf der Bühne im kleinen Haus des Stadttheaters Bremerhaven, und später half sie auch im Großen Haus bei den Profis aus, wenn dort einmal Not an der Frau war. Da alles, was Inge in Bremerhaven spielte, von Berufsregisseuren inszeniert wurde, lernte sie in dieser Zeit viel über die Dramaturgie kennen.

Als die Familie 1981 von Bremerhaven nach Nordenham zog, gründete Inge dort unsere plattdeutsche Bühne Nordenham und machte weiter. Sie konnte jedoch in Ermangelung eines Regisseurs nicht mehr „nur“ spielen, sondern musste alle Stücke selber inszenieren. Nicht lange danach wurde unser Verein vom Niederdeutschen Bühnenbund Niedersachsen und Bremen als Mitglied aufgenommen.

1991 trat Inge dann zurück, und im Laufe der nachfolgenden Zeit nahm sie so oft wie möglich an Kursen und Seminaren teil, vornehmlich an mehrtägigen Dramaturgie-Werkstätten der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel. Nebenbei schrieb Inge plattdeutsche Gedichte und Kurzgeschichten, und wurde auch mit Preisen ausgezeichnet. u.a. im Jahr 1995 mit dem Europäischen Kulturpreis für das Hörspiel „Vadder anropen“. Außerdem schrieb sie drei Freilichtstücke. Eines davon, der „Friesenhäuptling“, wurde für die Aufführung in Nordenham inszeniert. Im August 2003 wurde ihr dann nach einem Fernstudium „Literarisches Schreiben“ bei der Cornelia Goethe Akademie in Frankfurt ein Schriftstellerdiplom verliehen; übrigens im blühendem Alter von 71 Jahren!

Ab 1992 schrieb Inge Debels unter anderem folgende Theaterstücke:
De kostenlose Bibelstünn, Komödie/ Willy, de Fruchtbore, Komödie/ Meuteree op R.S. Eumel, SF-Komödie/ (alle drei Stücke auch in hochdeutscher Sprache)
Albrecht bruckt ’n Therapie, Komödie/ Junkie, Schauspiel (hoch- und plattdeutsch), Geiht nich gifft nich, Komödie/ Amtmann Kreyenboom un siene Reputation,nKomödie/ Numms tohuus bi Brinkmanns, Komödie/
Für den Frankfurter Verlag der Autoren übersetzte sie auch einige Stücke von Wolfgang Deichsel und Fitzgerald Kusz in hessische und fränkische Mundart.