Hans-Günther Müller

Am 20. Mai 1946 in Oldenburg geboren, verlebte er seine Kindheit in Moorriem.
Bis zum Jahr 1988 ist er dort wohnhaft gewesen und als Kind in der Plattdeutschen Sprache groß geworden, die ihm stets sehr am Herzen liegt. Durch seine Lebenspartnerin kam er im Jahr 1991 zur Niederdeutschen Bühne Brake, um bei den Proben zuzusehen. Die Arbeit des
Regisseurs und die Entstehung einer fertigen Theaterproduktion hat ihn damals so fasziniert, dass er schon bei dem nächsten Stück das Soufflieren übernommen hat. Daraufhin folgte bei mehreren Regisseuren die Arbeit des Assistenten, bis er dann im Jahr 1993 für den Einakter „Herr in’t Hus“ Regie führte. Es folgten mehrere Regielehrgänge bei Rudi Plent, Ingo Sax und Albrecht C. Dennhardt.
Um einen Beitrag zu leisten, damit die Niederdeutsche Sprache nicht ausstirbt, war er sofort bereit, die Jugendgruppe „Fleutjepieper“ zu gründen, als der Bühnenleiter den Wunsch an ihn
herangetragen hat. So war es ihm möglich, seine geliebte Sprache an Kinder und Jugendliche weiterzugeben.
1998, bei der letzten Aufführung von „Brommy – die Freiheit der Meere“ fragte ihn der Bühnenleiter, ob er im nächsten Stück Regie führen wolle. Noch am gleichen Abend hatte er seine Besetzung zusammen und inszenierte daraufhin das erfolgreiche Stück „De Düvelsblitz“, das der NDB eine Rekordbesucherzahl einbrachte.
Es folgte „Allns oder nix“, „Wenn de Hahn kreiht“, „Een Froo vor den Klabautermann“, „Pott will heiraden“, „Smuggelbröders“, „Een snacksches Poor“ und „Swienskomödi“ zum 75jährigen Bestehen der NDB Brake. Im Jahr 2006 bei der Freilichtaufführung „Eenmal na boben“ fungierte er Produktionskoordinator. Von 2003 bis zum Jahr 2007 gehörte er zum Vorstand der Niederdeutschen Bühne Brake als Spielleiter.